NR. 9: Time to say Goodbye

Hallo Ihr Lieben,

diesmal melde ich mich aus Deutschland und ja wir haben schon Anfang September. Ich kann es auch nicht glauben, wie super schnell die Zeit in den letzten paar Monaten verging.

Ich fange mal Mitte Juni an, da wo ich das letzte Mal aufgehört habe. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich während der Freistunden mit Universitäten und dem Studieren beschäftigt. Teilweise war es einfach viel zu viel was man lesen wollte und hatte viel zu wenig Zeit. Am Ende habe ich doch etwas gefunden was mich unglaublich interessiert und ich bin gespannt es ab Oktober zu studieren. In der Woche war dann Klauke aus Eehnana in Walvis. Wir haben zusammen ganz viel gekocht, haben Fußball geschaut und sind natürlich mal in die Mall. Am Anfang der WM haben wir noch versucht uns jedes Spiel anzuschauen, aber mit Deutschlands raus haben wir es dann so allmählich sein lassen.

Das dritte Juni Wochenende haben wir in Swakopmund verbracht, mit den Mini Fun Olympics im Dome. Da sind wir als ASC Team angetreten und hatten unglaublich viel Spaß. Es gab so etwas mit Tischtennis-, Hockey-, Gymnastik-, Fitness-, Ruder-, Kraft- und Minigolfdisziplinen. Es war unglaublich lustig und auch mal wieder schön an einem Wettkampf als Team teilzunehmen. Nach dem Sport hatten wir erst einmal Hunger und wir sind zum Mole Café und es gab für jeden einen leckeren Mole Burger. Der Abend wurde dann mit ein paar Komödien und Süßem beendet.

IMG_8970Team ASC

IMG_8986IMG_8990IMG_9063IMG_9132IMG_9171Unsere geliebten Mole Burger

Julia kam am nächsten Morgen nach Swakop um Tobi und Sarah nochmal zu Gesicht zu bekommen. Eigentlich war der Plan ins Village Café zu gehen. Das hatte Sonntag leider zu, daher wurde es dann zu einem Weinfrühstück am Strand mit dem guten Weingut Wein aus Südafrika.

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Julia und ich habe die zwei noch zum Shuttle gebracht und sind dann wieder zusammen nach Hause zurück. In der Woche war am Donnerstag wieder Afrikaans bei Ajetta und Amelia. Diesmal gab es eine Überraschung und zwar gab es einen Pizzaabend in ihrem neuen Haus, dass jetzt für mich und Lea und Kathi auch zu Fuß zu erreichen war.

Am nächsten Tag dem Freitag kam Maria mit ihrer Gruppe von Kids nach Walvis Bay um unseren Multi Sports/Athletics Wettkampf zu starten.  Ich habe verschiedene Übungen aufgebaut, in denen die zwei Schulen gegeneinander antreten mussten. Die Kids hatten unglaublich viel Spaß und haben ihre Teams jeweils sehr lautstark angefeuert. Das große Ende bestand aus einer Biathlonstaffel und danach fand die große Siegerehrung statt. Ein unglaublich schöner Tag mit meiner Trainingsgruppe und den Kids aus Swakopmund von Maria.

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In der darauffolgenden Woche ging es mit meiner Gruppe und dem Schulbus nach Swakopmund. Dort fand nun auch ein Multi Sport/Athletics Wettkampf statt. Diesmal bereitete Maria alles vor und am Ende hat jedes Kind eine Playtime Urkunde bekommen.

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Marvin, ein Kumpel von Maria aus Deutschland, den wir schon in Kapstadt kennengelernt haben, war uns auch in Namibia besuchen. Wir haben sogar das eine Wochenende versucht uns ein Auto zu mieten und damit zur Spitzkoppe zu fahren. Leider hat es nicht geklappt, da wir das Auto nicht bekommen haben, weil die Autovermietung die ganze Zeit irgendwelche Probleme hatte. Ayyye es war schlimm, aber naja wir haben dann das Wochenende einfach im schönen Swakopmund verbracht.

Mittlerweile habe ich auch endlich mit den German Classes angefangen zu großer Freude der Kinder. Von nun an fand einmal die Woche der Deutschunterricht statt.

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Und dann kam schon Johanna aus Südafrika zu Besuch. Gleich am nächsten Tag nach der Schule ging es los Richtung Süden denn unser Ziel war Soussusvlei. Wir sind über den Kuiseb Pass und haben in Solitaire halt gemacht, um den berühmten Apfelkuchen zu probieren. Danach war das Ziel jeden Tag einmal Apfelkuchen zu essen, was Teilwiese geklappt hat. Am Abend sind wir in Sesriem im Camp angekommen. Wir haben das Zelt aufgebaut, etwas gegessen, einen lustigen Abend gehabt und sind ziemlich früh ins Bett. Am nächsten Tag sind wir 5:30 Uhr aus dem Zelt raus, da wir so früh wie möglich los wollten um den wunderschönen Sonnenaufgang an der Big Daddy zu sehen. Von dort aus ging es weiter bis zum Deadvlei. Es ist so unglaublich, was es für wunderschöne Orte gibt, vor allem in Namibia. Unser nächstes Ziel war Helmeringshausen, wo es wieder einen super leckeren Apfelkuchen gab. Den Sonnenuntergang haben wir uns hinter dem Zeltplatz auf einem kleinen Hügel angeschaut und dann auf unserem kleinen Gasherd lecker gekocht. Den nächsten tag ging es Richtung Lüderitz, wir kamen ziemlich früh an und sind dann auf der Lüderitzhalbinsel entlang gefahren und haben sogar einen Mini Bogenfelsen entdeckt. Die Sonnenuntergänge am Meer vermisse ich schmerzlich. Dieses Farbenspiel habe ich bisher nur in Namibia gesehen.

IMG_9806IMG_9836SoussusvleiIMG_9901IMG_9914DeadvleiIMG_9974IMG_0061LüderitzIMG_0026IMG_0132

Fünf Minuten außerhalb von Lüderitz gibt es das kleine Diamentenstädtchen Kolmanskop. Diese kleine Stadt ist eine Geisterstadt und wird von der Wüste mittlerweile komplett eingenommen. Man kann sich dort anschauen, wie sich die Natur das zurückholt was eigentlich ihr gehört.

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Je weiter man in den Süden fährt desto mehr verändert sich auch die Landschaft. Lüderitz liegt wie auch Walvis Bay an der Wüste, von dort aus fährt man in eine Savanne und dann in ein unendlich weites Land mit Bäumen und dann endet man am zweitgrößten Canyon der Welt, dem Fishriver Canyon. Unser Nachtlager war an den heißen Ais-Ai Quellen. Am nächsten Tag ging es dann zum Abgrund des Canyons, was einem nur den Atem verschlägt. Weiter ging unsere Reise Richtung Norden zum Hardap Damm, wo sich uns ein wunderschönes Sonnenuntergang bot und der Abend wurde mit Pancakes und Film beendet.

IMG_0522IMG_0614Der Fishriver CanyonIMG_0650Der Hardap Damm

Wieder in Windhoek war unsere Reise leider schon wieder vorbei. Doch wir haben uns dort noch einmal das Projekt an der Morrison Schule angeschaut bevor es noch nach Swakop und dann nach Hause ging. Die Tage danach ging es jeden Tag in die Schule, zu den German Classes und zum Training.

Nachdem Julia wieder zurück nach Deutschland ist, habe ich versucht ihr Projekt am Sunshine Center weiterzuführen. Das Sunshine Center ist eine Schule für körperlich und geistig beeinträchtigte Kinder in Walvis Bay. Ich bin dann einmal die Woche dort hin und habe vor allem mit den großen, aber auch mit den kleinen Kindern etwas Sport gemacht. Von Fitness bis Netball bis Handball oder Fußball war alles dabei. Ich muss sagen, dass ich nur ein paar Monate dort gearbeitet habe, aber es mir unglaublich viel Spaß gemacht hat und ich die Kinder richtig in mein Herz geschlossen habe.

Da Klauke und Johanna sich schon seit der Kindheit kennen mussten wir natürlich auch noch nach Eehnana fahren. Wir haben gekocht, sind durch Eehnana gelaufen und hatten ein super entspanntes Wochenende mit viel zu langer Hin- und Rückfahrt.

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Zurück in Walvis war es dann auch schon soweit meinen 20. Geburtstag zu feiern. Wir haben hineingefeiert und am nächsten Tag wurde mit den Kindern in der Schule und auf dem Platz gefeiert.

img_0817.jpgIMG_0829Westcoast Gang mit unseren neuen Van die Baai Pullis

IMG_0843IMG_0863Die Kids haben mir alle Geburtstagsbriefe geschrieben

Die Wochen vergingen mittlerweile viel zu schnell. es war Montag und im nächsten Moment schon wieder Freitag. Denn es ging für mich und Mauschi schon nach Windhoek. Am Samstag früh sind wir dann zum Flughafen und haben unser Auto für die nächsten zwei Tage abgeholt. Wir sind schnell einkaufen gegangen und dann ging es los Richtung Naukluft. Am Nachmittag haben wir wieder einen Stopp in Solitaire eingelegt und den leckeren Apfelkuchen gegessen.

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Dann ging es zu Beaus Onkels Camp wo wir übernachtet haben und dann gab es lecker Kudu zum Abendbrot. Am nächsten Tag sind wir dann früh in das Naukluft Gebirge gefahren und haben eine kleine Wasserpool Wanderung gemacht. Die Natur war wunderschön und Pause haben wir an einem Wasserpool gemacht, wo wir gleich einmal reingesprungen sind. Das Wasser war wortwörtlich arschkalt und man konnte sich nur ein paar Sekunden darin aufhalten. Für die Fotos wurde natürlich trotzdem in dem ziemlich kalten Wasser gelitten…

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Von der Wanderung zurück sind wir noch bei Nachbarn von Beaus Onkel vorbei, die uns zum Kaffee trinken eingeladen hatten. Die Familie kommt ursprünglich aus Deutschland und lebt seit über dreißig Jahren in Namibia auf einer Farm. Dort wird alles mit der Hand gemacht und jeder hat seine eigene Aufgabe auf der Farm. Der eine kümmert sich um die Autos, der andere um die Rinder, der andere um die Hühner und Schweine und der letzte um die ganze Farm und die Mutter kocht und macht die Wäsche. Sie kümmern sich um alles alleine auf der Farm und es ist erstaunlich wie sie leben. Sie können nur Deutsch und Afrikaans sprechen, aber kein Englisch.

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Die letzten Wochen waren schneller da, als man blinzeln konnte. Da die Kinder in den letzten zwei Wochen meines Jahres ihre Examen hatten, musste ich so langsam zu jeder Klasse Goodbye sagen. Ich habe versucht mit jeder Klasse noch einmal ein Foto zu machen, was zum Teil geklappt hat. Die Kinder lieben es einfach zu sehr Fotos zu machen und das eskaliert dann immer etwas schnell. Manchmal war ich kurz vorm umfallen oder mein Handy war irgendwo anders und ich hatte danach hundert neue wunderschöne Selfies in meinen Bildern. Eigentlich immer lustig und es sind ein paar wirklich gute Schnappschüsse rausgekommen.

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Das letzte Juli Wochenende war ich das letzte Mal in Namibias Norden unterwegs. Ich bin erst zu Tobi und Sarah nach Ruacana gefahren und kam dort nach einer komplizierten Fahrt an. Nachdem mich das Taxi dort abgesetzt hat kamen wirklich alle Kinder, die noch nicht abgeholt wurden sind angerannt und haben mich umarmt. Das war wirklich zuckersüß wie sie mich mit Hallo Miss Johanna begrüßt haben. Zwischendurch habe ich noch die süße Abigail durch die Gegend getragen und dann als alle Kinder abgeholt waren, sind wir mit dem Auto einer Lehrerin nach Opuwo gefahren. Wir wollten dort das Wochenende auf der Opuwo Country Lodge verbringen.

IMG_1337Abigail

Dort angekommen wurde erst das Zelt aufgebaut und dann sind wir einkaufen gefahren. Danach haben wir uns erst einmal den Pool verdient. Eine unglaubliche Aussicht konnte man von dem Pool aus genießen. Die entspannten Tage taten unglaublich gut und waren ein guter Abschied vom geliebten Norden. Außerdem konnten wir dort die Mondfinsternis wunderbar beobachten und sahen sogar den Blutmond.

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Die darauffolgende Woche war unglaublich schön mit den Kids. Wir haben das Beste aus den letzten Sportstunden gemacht und einfach versucht die letzte Zeit zu genießen. Dazu sind die Temperaturen noch einmal unglaublich heruntergegangen und es war wieder Zeit für Mütze und dicke Jacke.

Meinen Multi Sport/Leichtathletik Kids habe ich zum Abschied die Sportsachen von euch allen verteilt. Die Mädels und Jungs haben sich riesig über die Shorts, T-Shirts, Jacken und Trainingshosen gefreut und wir haben gleich tausend Bilder davon gemacht.

IMG_1852In SV Halle IMG_1869In Turbine HalleIMG_2009Und im HFC

Anfang August fand in Walvis Bay die Miss Primary Wahl statt, wozu uns unsere Mädels eingeladen haben die daran teilgenommen haben. Die Aula einer Highschool wurde an einem Abend zu einem Laufsteg umgewandelt und die Mädchen der 7. Klasse mussten sich in mehreren Outfits, Tänzen und Fragerunden behaupten. Am Ende gewann Rauna den zweiten Platz und alle Kinder die lautstark angefeuert haben sind nach Hause geströmt.

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Hier kommen Bilder von meinen letzten Trainingseinheiten. Diese machten so unglaublich dolle Spaß und ich will sie nicht missen.

 

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Dann war es soweit, dass ich an meinem letzten Freitag Abend eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet habe. Dazu habe ich Freunde eingeladen, vor allem Lehrer. Der Abend war echt schön und ich war froh, dass ich ihn mit diesen Menschen verbringen konnte.

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Am Samstag war dann großes aufräumen angesagt. Die Überraschung am Morgen waren, dass mich Saima und Mekke überrascht haben und mir Gesellschaft geleistet haben. Wir haben auf unserem Hof Karten gespielt, Eis gegessen und sind danach zum Cricket gelaufen. Ich habe mich auch noch einmal mit Aljetta und Kathi getroffen und musste nun auch Aljetta, unserer Afrikaans Lehrerin, Goodbye sagen. Außerdem kamen unsere Nachfreiwilligen mit dem Shuttle an. Sie kamen auch gleich mit zum Cricket und konnten dadurch schon ein paar Kinder kennenlernen.

IMG_2128Mit Aljetta und Kathi IMG_2117Mekke und SaimaIMG_2167IMG_2175Die Cricket Boys IMG_2198Und mit meiner geliebten Wilka

Zwei Lehrerinnen haben mir jeweils ein Traditional Kleid schneidern lassen ein Oshiwambo und ein Nama Kleid. Ich habe mich unglaublich über ihr Abschiedsgeschenk gefreut und bin ihnen unendlich dankbar.

Mein Oshiwambo Dress und mein Nama Dress

Am nächsten Tag ging es in die Mall zum Frühstück und ein letztes Mal zu Cotton On. Dann hieß es Packen. 2 Koffer mit je 23kg stellte sich schwierig, aber irgendwie doch machbar an. IMG_2193Mugg&Bean habe ich auch für mich entdeckt

Montag ging es mit Romy und Fyn, unseren Nachfreiwilligen in die Schule. Dort wurden sie Schülern und Lehrern vorgestellt. Nachmittags kam Fyn mit zu mir ins Sunshine Center. Leider musste ich mich dort schon von den Kindern und dem Staff verabschieden.IMG_2238Meine Sunshine Kids

Montagabend habe ich mich kurz ein letztes Mal mit Lea und Kathi getroffen und dann ging es zu Atlantis für Pizza und eine Playtime Abschiedsrunde. Es war sehr schön, dass alle da waren und unglaublich schön noch einmal zusammen zu sein nach dem Jahr.

9CE473E3-85D4-4510-8D94-87E11ADFBA0DPizzaabend in Atlantis

Dann war es soweit. Dienstag, mein letzter Tag in Walvis Bay war da. Ich habe mich bei Cavema verabschiedet, bei Otb, und natürlich in der Schule. In der !Nara Primary School gab es eine Abschluss Assembly für uns. Das war ziemlich emotional für mich. Ich sollte noch eine kleine Rede halten, aber nach zwei Sätzen konnte ich nicht mehr weiterreden, weil die Tränen kamen. Als die Assembly beendet war, kamen Tausend Schüler auf uns zu gerannt. Jeder wollte sich verabschieden und für mich wurde es immer schwieriger.IMG_2253

Nachdem ich mich von allen Schülern verabschiedet habe, gab es noch Curry Bunnies im Lehrerzimmer und noch ein Abschiedsgeschenk für die Lehrer und für uns. Dann hieß es sich auch von den Lehrern zu verabschieden. Zuhause wurde noch die letzten Sachen gepackt und mein Zimmer sah unglaublich leer aus. Romy und Fyn hatten schon angefangen die Wohnung  zu putzen und umzuräumen. Worüber ich mich riesig gefreut habe ist, dass noch meine zwei Lieblingslehrerinnen und Freunde vorbeigekommen sind um sich von mir noch einmal persönlich zu verabschieden. Und dann kam auch schon Carlos Shuttle und hat meine zwei Koffer eingeladen und nun wurde sich von Romy und Fyn verabschiedet. Dann ging es Richtung Swakopmund und ich war komplett am durchdrehen. Den anderen ging es nicht anders als sie in den Shuttle eingestiegen sind. Komplett verwirrt und traurig seinem Zuhause den Rücken kehren zu müssenging es nach Windhoek.

In Windhoek sind wir sehr spät angekommen. Dort haben wir uns schnell umgezogen und dann ging es schon für uns alle Richtung Joes Beerhouse, wo wir den letzten Abend essen wollten. So wie wir damals einen der ersten Abende auch dort verbracht haben. Den letzten Abend sollte noch ordentlich gefeiert werden, da auch Louisa Geburtstag hatte.

Am nächsten Morgen gab es dann ein kleines Drama, was uns fast unseren Flug gekostet hat. Und zwar hatten wir die falschen Fluginformationen. Unser eigentlicher Flug nach Johannesburg wurde gecancelled, dadurch wurden wir in den Flug ein paar Stunden früher geschoben. Nun hatten wir den Transport für den späteren Flug, aber keinen der uns genau jetzt hinbringen konnte. Ullas Freund konnte uns dann zum Glück Taxis organisieren und wir sind gerade noch rechtzeitig in Windhoek am Flughafen gewesen, haben unsere Koffer aufgegeben und sind sofort durch die Sicherheitskontrolle. Es ging direkt in den Flieger und schon Richtung Johannesburg. In Joburg hatten wir noch ewig viel Zeit. Wir sind ein bisschen durch die Souvenir Shops geschlendert, haben versucht zu schlafen oder zu lesen. Ich habe dann auch endlich Johanna aus Südafrika wiedergetroffen, die mit dem selben Flug nach München fliegen sollten. Der lange Flug ging relativ schnell vorbei und ich kann sogar sagen, dass ich etwas schlafen konnte, leider aber keinen einzigen Film geschafft habe. In München angekommen wurde gewartet bis von jedem der letzte Koffer angekommen war. Es wurde noch ein letztes Foto gemacht und dann war es soweit.

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Wir sind raus. Raus in den Ankunftsbereich wo alle unsere Eltern gewartet haben. Ich habe mich riesig gefreut Mama, Papa und Luzie wiederzusehen. Dennoch war es ein unglaublich komisches Gefühl zu wissen, ja jetzt ist mein Jahr Namibia vorbei.

7f377f45-fd15-4406-b4f6-875a8c4e9b51On my Way home

Jetzt bin ich seit ein paar Wochen wieder zurück in Halle und habe das Gefühl, dass alles so ist wie immer. Es hat sich kaum etwas verändert, nur irgendwie ich habe mich verändert.

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen. Ein großes Dankeschön geht raus an alle meine Spender und Unterstützer, denn ohne euch hätte ich so ein unglaubliches Jahr nicht erleben können.

Ganz Liebe Grüße

Eure Johanna

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Nr.8: Family Visit

Hallo Ihr Lieben,

 

wir haben schon wieder Anfang Juni und Mama, Papa und mein Bruder sind schon lange wieder in Deutschland.

Ich bin bevor die drei gelandet sind noch mit in die Schule und dann habe ich versucht mit dem Taxi zum Flughafen zu kommen. Die wollten unglaublich hohe Preise und dann bin ich mit einer Frau mitgefahren die ihren Mann abgeholt hat. Voll gut für mich, weil ich echt aufgeregt war und Dank ihr noch jemanden zum erzählen hatte.

Und dann war es soweit Mama, Papa und Ludwig waren da.

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Es war so schön und komisch zugleich sie hier in Namibia vor mir stehen zu haben. Sie durften schnell ihre Taschen bei mir abstellen und dann ging es sofort zu meinem Leichtathletik Training. Die Kids waren total begeistert und hatten Spaß mit Ludwig im Team gegen mich und mein Team zu rennen und spielen. Nach der Leichtathletik Session ging es weiter zum Cricket. Im Tennis Court haben sie dann das erste Mal Cricket zu Gesicht bekommen. Ich durfte sogar vor ihnen batten. Dann ging es zum Bed & Breakfast und es wurde erst einmal ausgepackt. Zum Abendbrot sind wir gemeinsam mit Mathilda ins The Raft gegangen.

Ein perfekter erster Abend mit meiner Family.

Die nächsten Tage ging es an die Schule, wo ihnen alles gezeigt wurde, zum Training und an die Lagune. Leider war die Schule wie ausgestorben, weil kaum noch einer gekommen ist.

84c52a19-c13a-48ca-b289-1c1a24502598 Mit ein paar Lehrerinnen

cb8f6253-ab46-41b2-b337-251a0f27ba87Fußball Match der Cricket Girls against Soccer Girls

2be96f75-7a6e-44c0-af3d-53e5c6e98538Essen mit meinen Eltern

Freitag bin ich mit Ludwig nach Windhoek zu Marias Geburtstag gefahren. Das Wochenende war ziemlich cool und ich glaube meinem Bruder hat es auch sehr gut gefallen. Sonntag früh ging es zurück nach Walvis Bay und nachmittags habe ich mir mit meinen Eltern noch Swakopmund angeschaut.

1d413532-80de-4ba0-9549-8f73ee5bc046Mauschi unser Geburstagskind

Samstag haben wir auch bei den Athletics Nationals vorbeigeschaut, weil eins meiner Mädchen sich dort für die 800m qualifiziert hatte. Ich war richtig stolz auf sie. Außerdem war sie die Erste, die ein paar Spikes gespendet bekommen hat. Sie war in dem Moment etwas überfordert, hat sich aber riesig gefreut und ist jetzt stolze Besitzerin ein paar Spikes. Ganz vielen Dank an alle Spender! Ich war total baff, als Mama alle Sportsachen, Schuhe und Spikes ausgepackt hat. Ich habe jetzt einen ganzen Koffer zuhause stehen. Es wird schwierig werden, dass alles gerecht zu verteilen, aber dazu werde ich ja noch etwas Zeit haben.

f68399f1-deb3-4f93-b25d-57422232c878Tuliki mit ihren neuen Spikes

Montag sind wir mit Julia zusammen an die Spitzkoppe gefahren. Es war wieder super heiß dort, aber die Spitzkoppe ist immer noch einer meiner Lieblingsplätze in Namibia. Es war echt super, dass zusammen mit meiner Familie zu erleben.

DSC06574Spitzkoppe mit meinen Eltern + Julia

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Am Dienstag ging es mit den Cricket Girls nach Outjo. Nach einer langen Fahrt sind wir in einem warmen Outjo angekommen. Dort haben wir die Nacht in einem Hostel übernachtet. Leider ging es mir super schlecht und ich bin die darauffolgenden Tage krank geworden. Mit den Mädels war es aber super lustig und am nächsten Tag haben sie richtig gut alle Spiele gewonnen.

IMG_6410Die Cricket Girls und mein Handy 😀

 

Meine Familie kam vorbei und hat mich abgeholt. Von dort sind wir dann nach Tusmeb gefahren. Dort haben wir am nächsten Tag eine Tour in den Etosha gemacht. Es war sehr aufregend mit Löwen, Zebras und Giraffen und einer Reifenpanne. Nach Tusmeb haben wir einen Stopp am Hoba Meteoriten und Waterberg gemacht. Am Abend kamen wir dann in Windhoek an.

IMG_6599Lake Otjikoto

9cc327f5-90e0-439a-8f8a-25e66e3b8bebDer Hoba Meteroit

IMG_6754Waterberg

Dann war schon unser letzter Abend angebrochen. Es war eine super schöne Zeit mit meiner Familie! Ich war so glücklich sie in Namibia zu haben und ihnen mein jetziges Leben zu zeigen. Der Abend wurde schön in Joe’s Beerhouse abgeschlossen. Maria kam auch noch vorbei und wir haben noch einen schönen Abschluss gehabt.

IMG_E5441Last Night in Joe’s Beerhouse

Ich habe sie zum Flughafen gebracht und ging es für mich und das Mietauto noch zurück bis nach Walvis Bay.

 

Dann hatte ich zwei Tage zu Hause und dann ging es mit Julia wieder nach Windhoek, wo wir uns mit Sarah, Tobi und Torsten an der Intercape Station getroffen haben. Um 16:30 Uhr ging es für uns alle Richtung Cape Town. Die Fahrt war wieder ziemlich lang, aber ging doch relativ schnell um. Ich wäre fast ohne Stempel eingereist, da die Frau am Schalter vergessen hat meinen Pass zu stempeln. Da hatte ich noch einmal Glück, auch wenn ich zurück rennen musste, da der Bus sonst ohne mich gefahren wäre…

 

Wir waren in einem ziemlich schönen Backpackers, wieder mitten auf der Longstreet, mit einem eigenen Zimmer für uns fünf.

Es wurde etwas auf dem Eastern Food Market gegessen und dann sind wir für den Sundowner auf den Lions Head. Die Sonne geht in Südafrika viel früher unter als bei uns in Namibia. Daher war es schon sehr schnell dunkel und wir waren die letzten oben.

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Den nächsten Tag haben wir eine Cape Town Tour gemacht und am Samstag haben wir lange ausgeschlafen, sind zum Green Market Square und zum Sonnenuntergang an den Strand nach Camps Bay.

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Wir haben uns spontan am Sonntag ein Auto gemietet und sind damit Richtung Garden Route aufgebrochen. Wir haben da angehalten wo wir wollten und haben ein paar wunderschöne Orte entdeckt. Wir hatten keinen Stress und keine Sorgen.

img_7219.jpgDSC06943IMG_7190IMG_7214DSC07000Beginn des Roadtrips

Erster Halt war Aghulas, dort ist der südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents und dort treffen der indischen und atlantische Ozean aufeinander. Vom Cape Aghulas aus ging es bis nach Wilderness. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick aufs Meer und Abends gab es lecker Käsenudeln und ein Billard Turnier, in welchem wir die besten Spieler besiegt haben (nach dem schwarzen Ball, fiel die weiße ins Loch und sie waren sich ihrem Sieg davor so sicher).

IMG_7225Wunderschöne LandschaftenIMG_7240Cape Aghulas Backpackers

DSC07081Where the Oceans meet

IMG_7338Wilderness

Von dort aus ging es an der Küste weiter mit Halt an der Bloukrans Brücke, wo wir spontan einmal den höchsten Bungee Sprung von einer Brücke gemacht haben. 216m sind wird in die Tiefe gestürzt.

DSC07318Vor dem Sprung

IMG_7413Die Brücke

DSC07355Unsere Gruppe

IMG_E7582Der Sprung

Nach dem wir uns von der ganzen Aufregung und dam Adrenalin erholt haben ging unsere Reise weiter bis nach Jeffrey’s Bay.

IMG_768241c77973-6d41-4034-8e85-d1edc1d1b95aBreakfast at the Beach

Der nächste Tag startete mit einem Frühstück am Strand, gefolgt von ein bisschen durch die Straßen bummeln.

Es war unglaublich schön mit Julia und Sarah. Das abendliche Kochen, lautes Mitsingen im Auto und die wunderschöne Landschaft haben es zu einem unvergesslichen Urlaub gemacht.

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In Mosslebay angekommen, waren wir in einem super gemütlichen Backpackers. Wir konnten einen Filmabend mit Dirty Dancing machen. Außerdem gab es in Mosselbay einen tollen Strand. Nach ein paar Stunden am Beach mussten wir uns wieder auf den Weg nach Cape Town machen, da wir das Auto abgeben mussten. Am letzten Abend haben wir uns noch mit Tuli getroffen, ein Uber Fahrer, den wir das letzte Mal kennengelernt haben. Ein super lieber Mensch und er hat uns gleich am nächsten Morgen zur Busbahnhof gebracht.

 

Wir kamen gut in Windhoek an. Julia und ich hatten noch ein letztes gemeinsames Frühstück mit Sarah und dann trennten sich unsere Wege leider wieder schon. Wir fuhren zurück nach Walvis Bay und Sarah zurück in den Norden.

 

Hier in Walvis Bay angekommen sah es schlimm aus. Alle Straßen standen unter Wasser, da es zwei Tage lang durchgeregnet hat…

IMG_7901Überflutetes Walvis Bay

Unser Schulweg mit dem Fahrrad zu fahren, hat am Montag eher weniger Spaß gemacht. Ich habe mich aber riesig auf die Kids gefreut. Sie haben mir mal wieder ganz schön gefehlt. Schule und Training gingen wieder so richtig los. Und mit meinen Leichtathletik/Multi-Sports Kids plane ich Ende Juni oder Anfang Juli einen Wettkampf in Swakopmund durch zu führen. Ich bin gerade bei der Planung und Überlegung was für Disziplinen angeboten werden sollen.

 

Donnerstag bin ich spontan nach Ruacana, an der Grenze zu Angola, zu Tobi und Sarah gefahren. Da Freitag Africa Day war und ein Feiertag ist, hat es sich echt gut angeboten.

Ich kam Freitag früh an und bin Sonntag gefahren. Das Wochenende war super schön mit den Kids, Sarah, Tobi und Torsten, dem Batiken, viel Sport und Sarahs 19. Geburtstag.

4782dc4e-f1ca-4977-9136-8c377a175e6dBatik und Birthday Girl Sarah

71210c10-d459-48cb-a0a9-29c84e888732Back Spaß in Nakayale

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Wieder in Walvis ging es wieder richtig los. Auf unseren Vorbereitungsseminaren und auch auf unserem letzten Seminar in Okhandja haben wir viel über die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung geredet zu denen 17 Ziele (SDGs) gehören. Unser Ziel ist es diese Sustainable Development Goals auch den Kindern oder der Community näher zu bringen. Deshalb habe ich angefangen mit meinen Kids bei jedem Training etwas darüber zu reden. Vieles was mit Gesundheit und Wohlergehen zum Beispiel zu tun hat, wissen sie durch das Training, den Sportunterricht und aus dem Life Skills Unterricht.

IMG_8158Flaschen beim Training sind Pflicht!!!

Wir haben mehrmals ausführlich darüber gesprochen und ich denke das Wasser Problem hat sich auch endlich verbessert. Sie bringen jetzt immer fleißig Wasser und sogar einen Snack mit zum Training.

Letzten Freitag ist Maria aus Swakopmund gekommen und wir sind zusammen zu unserem Trainingsplatz mit den Kids und haben zusammen Müll gesammelt. Wir haben so viele Mülltüten voll bekommen. Das ist schon fast erschreckend wie viel Müll durch den Wind durch die Stadt geweht wird… Auch wenn es nur ein kleiner Anfang war, hoffe ich doch, dass die Kinder es jetzt verstanden haben den Müll nicht auf den Boden zu schmeißen. Leider denken so nicht alle Menschen hier. Es ist tatsächlich normal, während der Autofahrt alte Flaschen oder Plastikbeutel in die freie Natur zu schmeißen. In den Köpfen der Menschen muss sich zu dem Thema viel ändern. Aber so eine Sache kann man nicht von heute auf morgen erreichen. Es braucht viel Geduld und unglaublich viel Zeit.

IMG_8221IMG_8256Jeder hat mitgeholfen!

Dann ging es für uns nach Rehoboth zum Seminar. Es war unglaublich schön alle wieder zusehen. Wir hatten unglaublich viel Spaß und eine schöne Zeit zusammen. Man hat noch einmal über alle Einsatzstellen gehört und hat alle SDG Projekte der anderen vorgestellt bekommen. Das nächste Mal sehen wir uns alle auf dem Heimflug…85936288-226d-44a4-8453-acc888d26256ASC Group Bild

Letzte Woche hatten wir den Ostwind zu Besuch bei uns. Das bedeute höllisch heiße Temperaturen, eine knallende Sonne und ganz viel sandigen Wind. Teilweise war es deshalb zu heiß zum trainieren. Daher sind wir zum Strand gelaufen und haben eine Beach Session gemacht. Die Kinder hatten unglaublich viel Spaß und gleichzeitig noch eine Erfrischung.

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IMG_8472IMG_8505Fun Fun Fun fehlt bei den normalen Trainingseinheiten auch nie!

Die Woche vor dem Ostwind war es eisig kalt. Ich bin mit Handschuhen und Mütze zur Schule gefahren und hatte sogar meine Winterjacke rausgeholt. Ayyyee Winter kommt und dann haben wir noch einmal kurz Sommer und dann wird es wieder kalt. Das Wetter weiß nicht was es will. Es ist fast so als, ob man April hat. April, April der weiß nicht was er will.

IMG_8191Es war so kalt, dass die Rucksäcke als Decke genutzt wurden sind…img_8143.jpgNebel, Kälte und trotzdem Spaß

Zurzeit ist super viel los und jetzt hat auch die Weltmeisterschaft angefangen. Also bleibe ich weiterhin sehr busy. Ich melde mich so schnell wie ich kann.

Bis dahin Liebe Grüße!

Eure Johanna

 

 

 

Nr. 7: Cape Town and April Fools

Hallo Ihr Lieben,

als erstes haben wir jetzt schon wieder Mitte April, Midterm Break liegt ein paar Wochen zurück und Mama, Papa und Ludwig kommen nächste Woche schon. Oh man die Zeit rast einfach nur noch.

Nach unserer ersten Woche der Fun Week sind Tobi und ich mit Sarah und ihren Eltern nach Swakop gefahren. Spontan haben wir entschieden doch noch zu Marias Fashionshow nach Arandis zu fahren. Dort war es ziemlich leer, aber die Show war echt cool und vor allem Maria laufen zu sehen war das Highlight.

IMG_4203.jpgMaria am modeln

Am nächsten Tag ging es früh mit dem Intercape nach Windhoek. Leider hatten wir zwei Stunden Verspätung, sodass wir gleich in den nächsten Intercape nach Cape Town einsteigen konnten. Nick ist mit Tobi, Maria und mir mitgefahren, dennoch in Cape Town weiter nach Jeffreys Bay zum surfen. Die Fahrt ging trotzdem schnell vorbei oder es kam mir so vor. Am nächsten Tag Montag sind wir 14 Uhr angekommen. Mit dem Uber ging es zur Long Street wo unser Zuhause für die kommende Woche lag. Das Backpackers in welchem wir geschlafen haben war sehr schön, zentral gelegen und die Betten waren super bequem.

IMG_4245.jpgFast bequemeres Busfahren als in Deutschland

Ein Freund von Maria ist zurzeit in Cape Town und konnte uns gleich am ersten Tag die Stadt etwas zeigen.

Der nächste Tag hatten wir das volle Touri Programm. Erst sind wir zum Bo-Kaap, dem Stadtteil in dem ganz viele bunte Häuser stehen.

 

IMG_4325.jpgIMG_4329.jpg8f1ae516-3712-4b35-abba-acb6d4321683Cape Town Squad

Weiter ging es zum Greenmarket Square mit einem riesen Open Air Market und von dort aus sind wir zur V&A Waterfront gelaufen.

IMG_4433.jpgDie Waterfront mit Tafelberg im Hintergrund

Hochgerechnet sind wir auf ganz schön viele Kilometer am ersten Tag gekommen und das hat sich am Abend spürbar gemacht.

Mittwoch sind wir dann auf den Tafelberg hochgewandert. Wir haben mit mehreren Pausen um die drei Stunden gebraucht. Man schafft es locker schneller, wir haben aber lieber den wunderschönen Blick genossen. Der Weg ist mit ganz schön viel klettern verbunden. Was auch einmal bedeutet, dass es hinter einem steil hinunter geht und man sich besser nicht umdrehen sollte. Der Blick auf Cape Town ist einfach zu schön und man dreht sich trotzdem um. Oben angekommen gab es erst einmal eine Pause und Snacks, dann ein Fotoshooting und wir haben uns mit einer teuren Gondelfahrt belohnt. Keiner hatte noch Kraft den Tafelberg herunter zu laufen.

IMG_4561.jpgDer Lionshead

IMG_4619.jpgIMG_4585.jpgSteiler Aufstieg

IMG_4621.jpgIMG_4644.jpgBlick auf Robben Island

In Kirstenbosch, dem Botanischen Garten, sollte an diesem Abend ein Freiluftkino sein. Wir sind dort hingefahren, hatten einen richtig schönen Sonnenuntergang und dann fing es an zu regnen… Aber nicht nur ein bisschen, sondern es hat richtig gewittert. Gut für Cape Town, schlecht für unseren Abend.

IMG_4676.jpgIMG_4713Abendrot mit anschließendem Gewitter

Am Abend haben wir uns noch sehr spontan ein Auto für den nächsten Tag gemietet. Unser Plan war zum Cape Point und Cape of Good Hope zu fahren.

Die Küstenstraße dahin war echt unbeschreiblich schön. Überall kleine Küstenörtchen und weiße Sandstrände. Am Cape Point angekommen sind wir direkt losgelaufen. Zwischen dem Cape Point und Cape of Good Hope ist der Dias Beach, einer der schönsten Strände, die ich bis jetzt gesehen habe. Der Strand war riesig und wir hatten ihn für uns ganz alleine. Es fand natürlich ein Fotoshooting und Wellen jagen statt. Von dort aus ging es zum Kap der guten Hoffnung und zum Cape Point. Wir hatten nicht mit so viel laufen gerechnet nach der Tafelberg Wanderung. Daher waren unseren Waden sehr müde. Auf dem Rückweg wurde in mehreren Orten Halt gemacht. Ein Ort davon war Simon’s Town. Dort haben wir uns Pinguine angeschaut, die am Strand zu finden sind. Auf dem Rückweg sind wir in die Rush Hour gekommen, haben es aber dennoch hinbekommen das Auto pünktlich 19 Uhr abzugeben. Den Abend haben wir entspannt im Backpackers mit ganz viel W-Lan verbracht.

IMG_4728.jpgVolles Cape Town

IMG_4750.jpgDias Beach

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IMG_4939.jpgWassernixenIMG_5005.jpgIMG_5058.jpgIMG_5079.jpgIMG_5184.jpg

IMG_5199.jpgPinguine in Simon’s TownIMG_5239.jpgIMG_5217.jpg

 

 

 

 

Leider hat es am Freitag den ganzen Vormittag geregnet. Es gab dann einen Shopping/Mall Tag. Marias Kumpel Marvin und Tommy, ein Freund von ihm aus Schottland, haben diesen Tag mit uns verbracht. Wir haben noch etwas zusammen gegessen und später wieder getroffen und einen schönen Abend gehabt.

d9d8fdf2-a34d-4a26-9f30-495bed26bd5dLong Street Gang

 

Tobi und ich haben uns am Samstag das Kunstmuseum angeschaut und sind danach noch zur Waterfront gelaufen.

Zurück im Backpackers hat Tuli, ein Uber Driver, schon auf uns gewartet. Es wurde sich schnell umgezogen und dann ging es Richtung Lions Head. Wir waren ziemlich früh dran und haben einen schnellen Stopp am Signal Hill gemacht. Mit Tommy sind wir dann auf den Lions Head gewandert. Dort haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Beim Hinabsteigen kam noch ein Mondaufgang dazu. Auf der einen Seite geht die Sonne unter und auf der anderen geht der Mond auf. Ein Bild was man nicht so schnell vergessen wird.

 

 

IMG_5397.jpgIMG_E5474.jpgIMG_5408.jpgIMG_5443.jpgIMG_5515.jpgIMG_5521.jpg

Unser letzter Abend wurde noch schön zusammen verbracht.

Früh um acht Uhr zu packen war leider noch nie meine Stärke, aber irgendwie habe ich es dennoch hinbekommen. Tuli hat uns zum Bahnhof gebracht und dann war unsere Woche Cape Town leider schon wieder vorbei. Ich habe locker 21h im Bus durchgeschlafen und war nur zu der dreistündigen Grenzkontrolle/Grenzübergang wach. Von Windheok ging es dann nach Hause. Zwischendurch hat es sehr stark geregnet und sogar hier in Walvis Bay kamen ein paar Tropfen herunter. Teilweise waren neben der Straße riesen Pfützen zu sehen.

 

Dienstag ging die Schule dann wieder los. Wie ich mich auf die Kids gefreut habe. Ach es ist immer wieder schön nach Hause zu kommen! Das Cricket und mein Leichtathletik Training gingen auch wieder los.

Zurzeit sind Mathilda und ich damit beschäftigt den Kindern Noten zu geben. Diesen Term geht es alles um Brennball. Letzte Woche haben auch die Examen begonnen, was bedeutet, dass alles wieder ein bisschen drunter und drüber gehen wird und das bald schon wieder Ferien sein werden.

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In meinem Training habe ich jetzt mittlerweile ganz viele Schüler aus der dritten Klasse. Das sind die kleinsten die ich habe und so mit acht- und neunjährigen zu trainieren ist auf jeden Fall anders als mit 14 oder 15 jährigen, macht aber auch unglaublich viel Spaß. Meine Sportmaterialien, wie die Hürden und Staffelstäbe kommen da immer gut zum Einsatz.

 

Das Lieblingsspiel meiner Kinder und auch der Jungs vom Fußball ist mittlerweile „Relay“. Also Staffellauf um das Fußballfeld mit meinen berühmten bunten Staffelstäben. Die Kinder lieben es und wollen es jedes Training „spielen“. Es macht ihnen unglaublich viel Spaß gegeneinander zu laufen und am besten so viele Runden wie möglich zu schaffen. Zur Not muss ich auch manchmal einspringen und, dass ist dann ganz unfair, wie das gegnerische Team findet.

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Das Wochenende nach den Ferien war ich in Windhoek für Lennis Geburtstag und das letzte in Swakopmund um Nicola, die Vor-Vor-Freiwillige aus Swakopmund, noch einmal zu sehen.

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Julia die Vor-Vor-Freiwillige von Lea und Kathi ist zurzeit auch da und wir hatten schon viele Kochabende mit ihr.

Am Sonntag hat es hier in Walvis Bay das erste Mal so richtig gewittert mit Donner und Blitzen und ganz viel Regen. Da war in Deutschland ja besseres Wetter als bei uns.

Bis Donnerstag finden noch die Examen statt, dann nächste Woche gibt es Zeugnisse, Mama, Papa und Ludwig kommen und es sind schon wieder Ferien. Warum vergeht die Zeit nur so schnell? Nur noch vier Monate in Namibia. Man will so etwas eigentlich gar nicht hören.

 

Naja die letzten paar Monate werden noch so richtig genossen!!!

Ganz Liebe Grüße an euch alle ! Genießt das warme Wetter. Der kalte Winter wird bei uns bald aufschlagen…

Eure Johanna

 

 

 

Nr.6: Sommer im Winter

Hallihallo Ihr Lieben,

 

der Januar fing super an. Endlich meine Luzie wieder in meinen Armen und sie dann ganze 3 Wochen hier zu haben war unglaublich toll. Wir haben die ersten Tage in Windhoek verbracht, dann sind wir mit dem Intercape nach Ondangwa und mitten in der Nacht mit dem Taxi weiter Richtung Ruacana. Dort sind wir in einem kleinen Paradies angekommen. Die Nakayale Schule ist so unglaublich schön. Dort waren wir ein paar Tage und haben Klettergerüste aus alten Autoreifen gebaut. Zwischendurch waren wir noch an den Ruacana Fällen, wo wir zum Glück keine Krokodile gesehen haben.

52e7c3e6-0d16-4765-92d3-afa991e6e8c3Vereint mit Luzie und es geht auf ein paar gemeinsame Road Trips.

IMG_1556Wunderschöne Sonnenuntergänge in Ruacana.

IMG_2043Grade 0 an der Nakayale Acadamy

IMG_1777Ruacana Falls

 

Über das Wochenende sind Luzie und ich nach Eenahna zu Lucas Geburtstag und haben uns eine weitere Einsatzstelle angeschaut.

Dann hieß es Back to School für uns. Ein neues Schuljahr bedeutet wieder ganz viel Sportunterricht und natürlich Leichtathletiksaison. Die neuen vierten Klassen waren total begeistert und dann stand ich beim ersten Training gleich einmal mit 100 Kindern auf dem Platz. Ein Training mit 100 Kindern ist so unglaublich anstrengend, aber auf der anderen Seite so motivierend. Ich bin wieder im Leichtathletik angekommen. Nach den letzten Wochen der Leichtathletik-Verzweiflung habe ich meine Liebe und Motivation wiedergefunden. Nun trainiere ich 4 Mal die Woche Montag bis Donnerstag mit meinen Kids und habe eine wunderbare Zeit. Man kann so viel ausprobieren. Ich glaube ich habe mich seitdem ich hier bin, als Coach extrem weiterentwickelt und so viel dazu gelernt.

IMG_2170Schulalltag

IMG_2179Hunderte von Kindern beim Training

IMG_3296Das ist meine improvisierte Weitsprunggrube (ein Sandhaufen)

IMG_3177Fun Games beim Training

 

An Luzies zweitem Wochenende haben wir uns ein Auto gemietet und sind nach Tusmeb gefahren. Dort wurde sich mit Sarah und Tobi getroffen und den nächsten Tag ging es in den Etosha Nationalpark.

Wir waren keine 2 Minuten in dem Park, steht auf einmal ein riesiger Stein an der Straße, ach nein ein großes Nashorn am Straßenrand. Sofort abgebremst und gewartet und gehofft, dass das Nashorn kein Gefallen am Auto findet. Nach vielen Tieren an diesem Tag haben wir am Abend im Halali Camp übernachtet. Leider wurde aus dem im-Zelt-schlafen nichts, weil es unglaublich geschüttet hat. Dadurch wurde es zu einem im-Auto-schlafen. Am nächsten Tag regnete es immer noch und wir mussten den Park schon zeitig verlassen. Das frühe Aufstehen hat sich trotzdem gelohnt, denn mitten auf der Straße kam uns auf einmal eine Löwin entgegengelaufen. Das war ein richtiger WOW Moment.

IMG_2285Zebras im Etosha

IMG_2343Die Löwin und Regen

Die beiden haben wir in Outjo abgesetzt und in Otjiwarongo haben wir Lea und Kathi von ihrem Vorbereitungsseminar abgeholt. Zusammen sind wir Richtung Küste und haben auf dem Weg an der Spitzkoppe halt gemacht. Ein krönender Abschied zu solch einem aufregenden Wochenende.

IMG_2400Wunderschöne Spitzkoppe

 

Im Januar haben wir mit einem Vormittagsprogramm für die dritten Klassen unserer Schule angefangen, welches wir Multi Sports genannt haben. Von Dienstag bis Donnerstag machen wir früh von neun Uhr bis zehn Uhr dreißig mit den Kids so etwas wie Kinderleichtathletik und Fußballübungen. Mit den Kleineren macht es echt riesigen Spaß und im Großen und Ganzen ist es auch spannend zu sehen, wie die Kinderleichtathletik hier ankommt.

IMG_2993Multi Sports

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Jeden Freitag von 9:30 an haben wir ein Meeting mit allen Coaches zusammen. Dabei wird über die vergangene Woche geredet, Probleme angesprochen, neue Übungen angeschaut und über neue Ideen diskutiert.

An diesem Tisch ist auch die Idee mit dem Multisport entstanden. Langsam gibt es eine feste Multi Sport Gruppe, welche Woche ein und aus immer zum Training kommt.

Luzie habe ich dann noch Swakop gezeigt. Wir sind zusammen durch die Stadt gebummelt, haben lekker im Village Café gefrühstückt und sind bei Dune 7 vorbeigefahren. Den letzten Abend haben wir schön im the Raft verbracht und Luzies Zeit in Namibia gut abgeschlossen. Sie ist mit Mathilda zusammen mit dem Zug nach Windhoek gefahren. Für eine 5h Strecke, sind sie eine Nacht durchgefahren und dann war Luziefeeer schon wieder auf dem Weg nach Deutschland.

 

Zu der Zeit waren auch zwei unserer Vorfreiwilligen da, mit denen wir auch so manche lustigen Billard- und Kochabende hatten.

Februar bedeutete auch gleichzeitig Leichtathletiksaison. Unsere Kids haben in der Schule trainiert, was ziemlich oft sehr chaotisch war. Unser Schulwettkampf fand im Kuisebmond Stadium statt und oha es war alles ein bisschen durcheinander. Wir haben nur die Hälfte der Disziplinen geschafft. Eine Woche später waren dann Zonals in Swakopmund. Samstag und Sonntag habe ich von 7 bis 17 Uhr beim Weitsprung gearbeitet und nebenbei die !Nara Kids angefeuert. Wir haben so gute Läufer. Drei haben sich für Regionals qualifiziert und einer sogar für die Nationals in Windheok.

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Unsere Nachfreiwilligen haben sich bei uns gemeldet, aaaaah wir haben nur noch ein halbes Jahr hier. Die Zeit läuft, nein sie rast.

Vor zweieinhalb Wochen habe ich mir meine Haare gebraidet. Die Kommentare der Kinder waren, oh jetzt siehst du richtig namibianisch aus. Das Flechten tat am Anfang etwas weh und in der ersten Nacht eine gute Schlafposition zu finden war auch etwas schwieriger als gedacht. Trotzdem habe ich es einmal genossen lange Haare zu haben und die Kids fanden es echt cool.

Zwischendurch war ich auch sehr viel beim Cricket unterwegs und habe dort bei Spielen und Trainingseinheiten zu geschaut und mitgeholfen.

Am 10. März war Mathildas 20. Geburtstag, den wir sehr schön mit leckerem Kuchen und einem Braai gefeiert haben.

 

Es sind Ferien, was für uns hieß: FUNWEEK. Leider hat es nach unserem Plan nicht ganz so gut funktioniert wie geplant. Da ich letzte Woche so krank war, lag ich im Bett und konnte nicht zum Training. Leider wussten meine Kinder dadurch nicht so richtig von der geplanten FUNWEEK und kamen nicht. Deshalb habe ich Mathilda mit ihren Mädels unterstützt und auch Zeit beim Cricket verbracht, wo ich gelernt habe zu scoren (wie das Kampfgericht alles aufschreibt). Nebenbei war ich auch öfters beim Training der kleinen Mädels, was immer super viel Spaß macht.

IMG_7264Scoring beim Cricket

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Nächste Woche geht es für mich auf Reise und nach den Ferien werde ich mich wieder bei euch melden.

Ganz Liebe Grüße ins verschneite Deutschland.

Eure Johanna

Nr. 5: November und Christmas Time

Hallo Ihr Lieben,

nach ein paar Monate melde ich mich mal wieder. In letzter Zeit ist sehr viel passiert; deshalb bringe ich euch jetzt auf den neuesten Stand.

In der Woche nach meinem letzten Blog Eintrag hatten wir in der Schule ein Prize Giving, wo alle Schüler der 1-7 Klasse mit herausragenden Leistungen ausgezeichnet wurden. Wir wurden beauftragt für diese zwei Tage Fotografen zu spielen.

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In dieser Schulwoche ist auch spontan entschieden worden, dass ich das kommende Wochenende mit den Cricket Girls auf ein Turnier nach Tsumeb mitfahre. Am Freitag bin ich dann mit dem Taxi und vollem Gepäck in die Schule. Alle Mädels und ich waren super aufgeregt auf den Trip in den Norden. Los ging es auf eine lange Fahrt. Abends sind wir dann in einem super heißen Tsumeb angekommen, wo noch schnell gebraait wurde und dann ging es ab ins Bett.

Am nächsten Tag wurde ich schon 4:30 geweckt, weil die Girls sich fertig machen mussten. Es gab Frühstück und dann habe ich das Warm Up mit den Mädels gemacht. Der Tag war super heiß, aber sie haben beide Spiele gewonnen. Es wurde wieder gebraait und dann sind wir zum Lake Oshikoto gefahren, ein See der durch das Einfallen der Erde an dem Punkt entstanden ist. Wir sind einmal um den See herum. Es war eine tolle Zeit dort.

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IMG_7725Lake Oshikoto

Früh am nächsten Tag sind wir dann wieder zurück nach Walvis gefahren. Unterwegs musste ein Reifen ausgewechselt werden, wo ich meine erste Schlange hier gesehen habe.

Um 8 Uhr abends war ich dann zuhause. Die anderen waren auf einem Schultrip am Waterberg.

Daher war ich am Montag erst einmal alleine in der Schule. In der Woche hatte ich wieder Cricket und auch Leichtathletik Training. Am Donnerstag wurde mir dann von dem Security Guard gesagt, ich dürfe von jetzt an nicht mehr in das Stadion, weil man wohl dafür bezahlen muss. Seitdem trainiere ich vorm Tennis Court mit den LA Kids.

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Zwischendurch waren wir mit den DRK Mädels noch bei der neuen Mall die jetzt hier in Walvis aufgemacht hat. Man kommt sich echt so vor als ob man in Deutschland in einem neuen Einkaufszentrum ist.

Freitag ging es dann mit einem Lehrer unserer Schule nach Windhoek. Dort haben wir alle Freiwilligen bei Lasse und Julia wieder gesehen. Das erste Mal nach zwei Monaten. Freitag und Samstag waren wir dann auf dem Oktoberfest. Wir haben uns wie in Deutschland gefühlt. Jeder hat Deutsch gesprochen und man hat nur Dirndl und Lederhosen gesehen, es gab überall Bier, Brezeln und Lebkuchenherzen. Das Wochenende war super cool, nur die Hitze hat uns echt Probleme bereitet.

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In der Woche danach mussten wir dann die Noten fertig machen und haben uns darauf geeinigt, dass wir die Fun Staffeln bewerten. Somit wurden jeden Tag Noten vergeben.

Donnerstag dieser Woche hat es dann richtig geregnet. Die Straßen wurden richtig überflutet, weil nichts abfließen kann. Die Zeit sind wir dann kaum noch mit dem Fahrrad gefahren, weil wir sonst nur nass geworden wären.

IMG_7983Überflutung in WB

 

Am Freitag waren ganz viele Freiwillige für Leas kommenden Geburtstag da. Wir waren zur Einstimmung im Raft essen und Samstag dann auf dem Oktoberfest in Walvis, wo wir wieder unseren Lehrer getroffen haben, der auch schon den einen Tag in Windhoek dabei war. Danach gab’s eine schnelle Power Nap und und wir haben uns für den Geburtstag fertig gemacht. Dort wurde getanzt und gefeiert. Später sind wir noch in einen Club und früh am Morgen nach Hause.

IMG_8245Leas Geburtstagskuchen

In der Woche danach wurde alles für die kommenden Examen vorbereitet, wodurch kein Sportunterricht mehr stattfinden konnte. Einen Tag war ich dann bei der Pre-Primary Graduation, was so unglaublich süß war. Alle hatten Weihnachtsmannmützen auf und kleine Graduationgewänder und haben Gedichte und Lieder vor ihren Eltern vorgetragen.

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Dadurch, dass ich nicht mehr ins Stadion konnte, bin ich am Anfang von einem Platz zum anderen gezogen. Leider ist daher immer viel Zeit verloren gegangen. Im Januar werde ich noch einmal versuchen das Stadion entweder wieder zu bekommen oder an die Laufbahn der umliegende Secondary School zu gehen. Lea, meine Vorfreiwillige hatte noch Spenden über, welche sie mir für mein Leichtathletik Projekt zur Verfügung gestellt hat. Ich hab mich natürlich sehr gefreut und habe ein paar Materialen besorgt, nachdem ich nur einen kleinen Handball zur Verfügung hatte. Ein paar Wochen danach haben wir jetzt kleine Medizinbälle, Staffelstäbe und ein paar mehr Bälle. Dazu habe ich von den Fußball und Cricket Coaches noch zwei Funktionsleitern und Springseile bekommen.

IMG_8329.jpgLeichtathletik vorm Stadion

Zum Cricket kann ich auch sagen, dass ich mich unglaublich verbessert habe. Das Batten läuft echt gut und auch das Bowlen, wo ich am Anfang unglaubliche Schwierigkeiten hatte, ist echt besser geworden.

Jetzt mache ich am Mittwoch immer eine Fitnesseinheit damit die Mädels schön fit werden.

Ich mache hier in Namibia auf jeden Fall Erfahrungen für mein Leben. So Sachen wie e ein Taxi am Taxi Rank (Ort wo es Taxis in andere Städte gibt und die Taxifahrer auf dich zugefahren und zugerannt kommen, um dich zu überzeugen bei ihnen einzusteigen) nehmen. Man sammelt einfach Erfahrungen, die man so in Deutschland nie machen würde.

Mathilda hatte jetzt auch ihre ersten zwei Spiele mit ihren Soccer Girls. Leider haben sie beide verloren, aber die Mädchen sind stärker aus den Spielen herausgegangen und haben einfach so viel dazugelernt. Als Überraschung waren wir nach einem Spiel an der Dune 7, was unglaublich schön mit den Mädchen war.

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Letzte Woche, als die Examen geschrieben wurden, kam dann keiner mehr zum Training. In der Zeit hat hier auch ein Wind geherrscht wie noch nie. Leider hat der Wind den ganzen Sand aufgewirbelt und es kam zu einem richtig unangenehmen Sandsturm. Man konnte nichts mehr sehen und auch nicht atmen. Am Vormittag war immer das beste Wetter und dann ab 12 Uhr kamen der Wind und der Sand. Unser Gate musste auch darunter leiden und wurde total entschärft, sodass wir jetzt leider keins mehr besitzen.

 

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Wir hatten am Mittwoch noch eine kleine Überraschung für die 7. Klassen geplant. Sie  verlassen die Schule jetzt um ab nächstem Jahr auf die High School zu gehen. Mathilda und ich haben Farben besorgt und dann mit den Kids eine Mauer mit Handabdrücken und Namen verziert. Die Wand ist so unglaublich voll und chaotisch, sieht aber dadurch echt richtig gut aus.

Donnerstag sind wir dann früh um 6 Uhr mit dem Shuttle abgeholt und nach Okhandja zur Rock Lodge gebracht wurden. Dort herrscht ganz anderes Wetter, als bei uns an der Küste. Jeden Tag waren um die 30 Grad. Zum Glück hatten wir einen eigenen Pool, in den wir immer schnell in den Pausen hineingesprungen sind. Jeder hat über sein Projekt erzählt und es war super interessant zu hören wie die anderen Projekte so laufen.

Wir hatten eine super lustige Zeit in der Gruppe und ich freue mich schon auf Weihnachten, wenn wir uns alle wiedersehen werden.

 

Lea und Kathi haben mit ihrem Girls Club einen Sleepover mit Filmabend geplant. Dabei habe ich mitgeholfen und wir hatten mit den Mädels Tanz-, Sing- und eine Modenschausession plus Kissenschlacht. Die darf natürlich bei keinem Sleepover fehlen.

 

Am Tag danach kam Julia, unsere Namibiakoordinatorin aus Deutschland. Sie hat unsere Schule besucht und sich unsere Projekte angeschaut.

Am kommenden Wochenende bekamen wir dann Besuch von Lenni und Tabea aus Rehobooth, da wir am Sonntag dem 3. Dezember beim Triathlon in Swakopmund ausgeholfen haben. Früh um 5:30 haben wir uns auf den Weg gemacht und dann bei der Zeitmessung geholfen und unsere Mitfreiwilligen angefeuert.

 

 

Dann waren Ferien und das hieß für mich 3 Wochen lang weg aus meinem geliebten Walvis Bay.

Erster Stopp war Windhoek, wo ich als Teammanager des Erongo U15 Cricket Teams mitgefahren bin. Leider begann unsere Reise nicht ganz so gut, denn die Fahrt nach Windhoek hat statt den normalen 5h wunderbare 12h gedauert. Anscheinend hatte der Busfahrer etwas getrunken und wurde von der Polizei angehalten. Dadurch warteten wir ein paar Stunden in Arandis und haben sogar die Polizeistation dort kennengelernt. Maria, aus Swakopmund war zu ihrem Unglück und zu meinem Glück mit dabei. Spät am Abend sind wir dann endlich in Windhoek angekommen.

Leider hatten wir auch die nächsten Tage noch unglaubliche Probleme mit den Bussen, die uns abholen sollten. Wir kamen zu spät zu Cricket Spielen, zum Essen und sogar fast zur Siegerehrung. Am Vormittag waren die Spiele meines Teams und dann kam eine große Überraschung für mich. Eine Spielerin ist ausgefallen. Ich durfte mein erstes Cricket Spiel bestreiten. Es fand nämlich neben der U15 Meisterschaft auch noch ein Frauenturnier statt. Spieler aus ganz Namibia wurden in drei Teams aufgeteilt und traten gegeneinander an. Pelicans, Seagulls und die Dolfins waren die Teamnamen. Ich durfte in das Team der Dolfins.

Total aufgeregt und ziemlich überrascht ging es für mich dann los. Mensch hatte ich ein Schiss vor dem Batten. Das durfte ich als letzte tun. Den ersten Ball habe ich super abgewehrt, nur beim zweiten stand ich etwas falsch und somit hat der Bowler meine Wickets getroffen, weshalb ich rausgeflogen bin.

Das Fielden lief gleich tausendmal besser und hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Leider haben wir das erste und auch das zweite Spiel verloren. Trotzdem, ich war super zufrieden mit meinen ersten beiden Malen auf dem Feld und ich habe mich auch über einen dritten Platz riesig gefreut.

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Bei meinem Mädchenteam lief es deutlich besser. Die Girls haben jedes einzelne Spiel haushoch gewonnen und waren somit Siegerteam des Turniers. Auch bester Bowler, Batter und bester Spieler des Turniers kamen aus dem Erongo Team. Leider hieß es am letzten Tag der Woche wieder ewig auf den Bus warten. Dieses Mal waren es nur ganze 7h… Mensch die Woche hat mich im Warten und nochmals Warten trainiert.

Zweiter Stopp meiner Reise war dann Ongwediva. Da bin ich mit Lenni, aus Rehoboth, zusammen hochgefahren. Wir haben beide bei dem Ferienprogramm von Kilian und Louisa ausgeholfen. Wir waren mit den Kids Basketball spielen und sogar bei der Feuerwehr. Der Norden ist auf jeden Fall noch einmal etwas ganz, ganz anderes als die Küste oder Windhoek. Alles ist viel traditioneller und natürlich viel heißer.

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IMG_0084Traditional Oshiwamabo Kleidung

Zusammen sind wir nach Windhoek und der dritte Stopp begann.

Unsere Nordtour durch Botswana und Sambia sollte losgehen.

Als erstes wurden die Autos abgeholt (drei Geländewagen mit zwei Dachzelten pro Auto) und es ging sofort los Richtung Botswana. Der Grenzübertritt ging relativ schnell und es ging weiter zum ersten Camp nach Maun. Am nächsten Tag boom crash und wir hatten einen Unfall. Bei unserem Auto war der Kühler kaputt. Wir haben stundenlang am Straßenrand gewartet bis es endlich wieder losging und wir eine vorläufige Lösung hatten. Der Plan war, dass Mathilda und ich in den anderen zwei Autos mitfahren. Lenni und Lasse sollten dann am nächsten Tag in den Moremi Park nachkommen. Es ging los in das nächste Camp, auf dem Weg dahin haben wir schon so viele Elefanten und Giraffen gesehen. Leider kam die traurige Nachricht, dass ein neues Auto zu teuer wäre und Lenni und Lasse mussten wieder zurück nach Windhoek.

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Das Camp war ein richtiges Wildlife Camp. Dort haben wir schwarze Skorpione gesehen. Am zweiten Abend kam uns eine gepunktete Hyäne in unserem Camp besuchen, was alle dazu veranlasst hat zum Auto zu sprinten. Oh man wir hatten so Angst, die haben ja ein gefährlicheres Gebiss als Löwen… Nachts haben die Hyänen gelacht und auch ein Elefant hat neben uns ein paar Blätter gegessen. Durch den Chobe Nationalpark ging die Reise weiter. Wir haben hunderte Elefanten gesehen, was schon irgendwie gruslig war, weil diese Tiere einfach so mächtig sind und in einem Auto kommt man sich einfach so klein dagegen vor.

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Aus dem Chobe ging es in das nächste Camp, welches wunderschön war. Es gab einen Pool mit Blick auf Namibia. Dort haben wir die Nacht unter freiem Himmel geschlafen. Den nächsten Tag haben wir entspannt gemacht und am Pool verbracht. Weiter ging es nach Kasane, wo wir zum Sambesi sind und einmal Simbabwe gegrüßt haben.

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Unser nächstes Ziel waren die Victoria Falls in Sambia.

Der Grenzübertritt nach Sambia war eine einzige Katastrophe. Die Autovermietung hatte uns die falschen Papiere gegeben und daher dauerte es trotz der Grenzhelfer ganze acht Stunden endlich in Sambia zu stehen. Es ging sofort zu den Victoria Falls. Man kann es gar nicht richtig in Worte fassen, was man fühlt, wenn man sich diese Wasserfälle anschaut. Einfach nur atemberaubend.

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Als es zur Weiterfahrt losgehen sollte ging unsere Batterie nicht an. Irgendwann kam der Mechaniker des Camps. Wir haben es nach Namibia geschafft und haben es dann leider nicht bis nach Rundu, unserem eigentlichen Ziel geschafft, sondern mussten in Divundu Notcampen. Von dort ging es für uns ohne Auto nach Rundu. Das Mädchenauto ist dann mit dem Shuttle direkt nach Walvis Bay durchgefahren.

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Insgesamt war es ein aufregender und abenteuerlicher Urlaub für uns.

Weihnachten haben wir Freiwillige alle zusammen in Swakopmund verbracht. Es war schon ein bisschen komisch, weil es komplett anders war als Weihnachten in Deutschland, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Es wurde sich schick gemacht und es ging sogar zum Krippenspiel in die deutsche evangelische Kirche. Danach saßen wir alle zusammen und haben laut Weihnachtslieder gesungen. Essen gab es erst gegen halb 10, dann wurde gewichtelt und jeder hat ein kleines Weihnachtsgeschenk bekommen. In der Nacht sind wir noch zum Strand um den Tag ausklingen lassen. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir ein Ferienprogramm am Strand mit den Kindern gemacht. Es wurde Beachvolleyball und Beachsoccer gespielt und zwischendurch immer mal eine kurze Schwimmeinheit eingelegt.

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Unser schöner Weihnachtsbaum

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Irgendwie haben Sarah und ich uns Magen-Darm geholt und lagen zwei Tage flach. Silvester ging es uns wieder relativ gut, sodass wir auch mitgefeiert haben. Erst waren wir in Swakopmund und sind dann nach Longbeach an den Strand. Dort wurde dann das Neujahr mit ein wenig Feuerwerk eingeläutet.

Dann ging es für uns nach Windhoek und ich habe ein paar Tage mit im BNC (ein Nachmitags-Beschäftigungs-Center für Kinder) geholfen.

Und das Beste: Luzie ist gestern Vormittag angekommen!!!

Ich melde mich bald wieder, wenn der Alltag wieder eingekehrt ist.

Ganz Liebe Grüße

Eure Johanna

 

Nr. 4: Cricket und Action

Hellooo Ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder aus dem immer wärmer werdenden Namibia. Die letzten Wochen war wieder so viel los.

Erst einmal hat mein Leichtathletik Training mit den Kids angefangen. Zweimal die Woche, Dienstag und Donnerstag, trainiere ich eine kleine Gruppe Kids im Kuisebmond Stadium. Von vierter bis siebter Klasse ist alles dabei und ab demnächst kommen noch ein paar Zweitklässler dazu. Das Training besteht meistens aus einem ordentlichen Warm Up, einem großen Sprintteil und dem Cool Down. Meistens haben wir auch keine anderthalb Stunden, weil echt alle zu spät kommen. African Time wird hier zu 100% gelebt und man bekommt es echt jeden Tag auf das Neue zu spüren. Teilweise sind wir zu Verabredungen jetzt auch später da, weil die anderen sowieso 20 min später kommen.

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Wir haben uns vor drei Wochen mit den DRK Freiwilligen getroffen und zusammen lecker gekocht und einen schönen Abend verbracht. Inzwischen treffen wir uns regelmäßig. Entweder zum Sundowner, Mädelsabend im Raft oder einfach nur zum kochen oder Billard spielen.

 

IMG_6982Mädelsabend im the Raft

Auch habe ich vor drei Wochen mit Cricket angefangen. Erst einmal wurde mir gezeigt wie man den Schläger richtig hält und die Technik, mit der man den Ball wegschlägt. Jetzt gehe ich zwei Mal die Woche zum Training und übe das Bowlen sowohl auch das Batten. Zum Glück gibt es hier so viele gute Spieler, sodass ich jetzt sehr viele Coaches habe, die teilweise in dem Nationalteam von Namibia spielen. Durch das regelmäßige Training habe ich mich echt verbessert und werde vielleicht in ein paar Wochen auch ein Mal ein Spiel mitspielen können.img_6867

IMG_6748Voll geschützt

IMG_6756Die Cricket Girls

 

Wir haben jetzt auch schon unseren ersten großen Ausflug gemacht. Es ging vor ein paar Wochen von Freitag bis Samstag zur Spitzkoppe. Donnerstag war unser Meeting mit Dallas und Quinton (Cricket Coaches), wo alles besprochen wurde, dass wir Freitag um 17:00 Uhr losfahren wollen. Freitag sind wir alle schon 16:00 Uhr vom Training los und dann ging das Einkaufen, Zelte abholen, duschen und noch einmal Einkaufen los. Im Endeffekt sind wir African Time kurz nach 19:00 Uhr los… Wir sind gut an der Spitzkoppe angekommen und haben noch alle bis spät in die Nacht am Lagerfeuer gesessen. Am nächsten Morgen war ich als erste wach und bin aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen als ich gesehen habe wo wir gezeltet haben. Es war so wunderschön. Direkt hinter unseren Zelten war die Spitzkoppe zu sehen und auch der Sonnenaufgang hat alles in ein tolles Licht getaucht. Es wurde gefrühstückt und auf einen Felsen hochgewandert. Der Ausblick wurde immer besser und wir haben natürlich eine kurze Fotosession gemacht.

img_6726Spitzkoppe

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Am Mittag sind wir die 3h zurückgefahren, zu Hause wurde schnell geduscht und es ging sofort zum nächsten Cricket Spiel von der EBH (Mannschaft der Küste Namibias). Das Ende konnten wir noch sehen und haben danach bei Sparta, dem Cricket Feld den Abend mit den Spielern verbracht. Zum Essen sind wir noch zu Kathi, Lea und den DRK Freiwilligen aus Swakop Pizza essen gegangen.

img_6706Nach dem Jahr kann ich Fußball spielen.

 

Für Quintons Geburtstag wurde der erste Versuch gestartet einen Kuchen in unserem alten Ofen zu backen. Dazu kamen Dallas und Ben (Cricket Spieler) zu uns und zusammen wurde gebacken. Leider ist die Hälfte des Kuchens verbrannt, wodurch er dann leider nur halb so groß war. Geschmeckt hat er trotzdem und Quinton hat sich sehr gefreut.

Von da an ist es zur Tradition geworden einfach nach dem Training zu uns zu gehen und etwas zu essen oder UNO zu spielen.

Mit den Fußball Coaches haben wir uns letztens auch getroffen. Wir haben lecker Kapana gegessen und natürlich mit ihnen Fußball geschaut. What else!

 

So ein normaler Tag bei mir beginnt mit dem Wecker klingeln früh um sechs Uhr, Frühstück und dann um sieben geht es mit dem Fahrrad los Richtung Kuisebmond, dem Township von Walvis Bay.

IMG_6936Can we take a selfie?

IMG_6376Who’s afraid of the lion?

IMG_6399Staffel Spaß

Die Schule beginnt für uns um sieben Uhr dreißig mit dem Sportunterricht. Meistens haben wir dann bis 12 Uhr Unterricht und helfen auch in unseren Freistunden den Lehrern mit aus. Nach der Schule fahren wir wieder nach Hause zurück, essen und fahren gegen 14 Uhr wieder nach Kuiseb. Dort habe ich entweder das Leichtathletik Training oder helfe beim Cricket mit dem Warm Up. Wenn kein Training ist, bin ich immer mit bei den Spielen der Mädchen und Jungs dabei. Entweder gehe ich dann selber noch zum Leichtathletik oder ich batte oder bowle noch etwas. Am Abend wird meistens gekocht, Billard gespielt oder Quinton und Dallas kommen vorbei und es findet ein UNO Wettkampf statt.

 

Letztes Wochenende war meine Französisch Lehrerin mit ihrem Mann aus Deutschland im Namibia Urlaub. Wir haben uns dann am Samstag in Walvis getroffen und ich bin mit der Reisegruppe nach Swakop gefahren. Dort haben wir im wunderschönen Village Café zusammen Kaffee getrunken und einfach einen schönen Nachmittag verbracht. Beendet wurde er mit einer Tour durch Mondesa, Swakops Township.

Eine Woche in der Schule vergeht so unglaublich schnell. Man merkt es nur daran, dass man auf einmal eine Klasse schon wieder hat.

Mit dem Fahrrad in die Schule fahren ist schon zum Alltag geworden und auch mit den Lehrern kurz Afrikaans zu reden gehört schon genau so dazu.

Ich habe mich auch an die Taxis gewöhnt und mittlerweile schaut man sich wirklich doppelt und dreifach um, bevor es weitergeht. Leider sind in den letzten Wochen die Hunde dazu gekommen, welche die Fahrräder nicht abkönnen und die dann gerne das Fahrrad mal angreifen wollen. Jetzt heißt es immer langsam vorbei oder vor dem Hund absteigen, dann ist alles in Ordnung. Die Hunde sind hier sowieso etwas ganz spezielles. Im Town bellen sie richtig Alarm, wenn man nur am Tor vorbei läuft. Zum Glück haben sich die Hunde unserer Nachbarn an uns gewöhnt und bellen jetzt nicht mehr so laut.

 

Diese Woche war ziemlich anstrengend. Beendet haben wir sie mit einem Wochenende in Swakop. Freitag nach dem Training gleich los und mit dem DRK Projektleiter sind wir in die Dünen gewandert, wo wir die Nacht dann auch geschlafen haben. Es war richtig schön am Lagerfeuer zu sitzen und zu braaien. In der Nacht hat man dann alle Lichter von Swakopmund gesehen. Eine unglaublich Aussicht und ich muss sagen, dass ich richtig gut in der Wüste geschlafen habe.

IMG_7088Wanderung zum Schlafplatz

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Am nächsten Tag ging es zur ASC Wohnung und wir haben Maria erst einmal geweckt. Romario und Brandon waren auch da. Daher sind wir alle lecker ins Village Café frühstücken gegangen.

img_7238Breakfast in Town

 

In einem Laden in Swakopmund habe ich Halloren Kugeln entdeckt. Ich konnte es gar nicht glauben. HALORENKUGELN in Namibia!!! Natürlich sofort ein Foto gemacht und nach Halle geschickt.

IMG_7119Hallorenkugeln in Namibia

Wir sind zusammen zum Fußballspiel von Nicks Girls Team nach Mondesa. Dort wurden so viele Fatcakes gekauft, dass die am Stand fast alle waren. Und dann sind wir zum Meer. Ich habe völlig vergessen wie schön es doch ist, einfach nur am Strand zu sein. Wir sind wie kleine Kinder vor den Wellen davon gerannt, waren viel zu nass und haben ganz viele Muscheln gesammelt. Das tat so gut. Wir haben diese paar Stunden am Meer so genossen. Man hat danach gemerkt, wie sich alle besser gefühlt haben.

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IMG_7223Wie ein kleines Kind

Am Abend wurde wieder gekocht und der restliche Abend mit ganz viel tanzen verbracht.

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Trotzdem sind wir früh ins Bett da wir heute schon wieder um 6 Uhr raus mussten. Es ging nämlich zum Surfen an den Vogelstrand. Erst einmal kurz Theorie und dann haben wir uns schon in die Wellen gestürzt. Es war so anstrengend, hat aber gleichzeitig so viel Spaß gemacht. Nach ein paar Stunden Wellen reiten sind wir dann völlig erschöpft aus dem Wasser und in unsere trockenen Sachen geschlüpft.

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IMG_7271Vorher: Voller Energie

img_7279Nachher: Völlig platt

Danach ging es für uns Walvis Bayer zurück nach Hause. Ich hab gerade noch etwas Wäsche gewaschen. Heute ist es einfach super sonnig, perfektes Wäsche-waschen-Wetter.

Morgen ist dann schon wieder Montag und das Wochenende mal wieder zu schnell vorbei. Die nächsten Wochenenden sind schon voll verplant, aber ich freue mich schon riesig drauf.

Ganz Liebe Grüße an euch alle aus dem heute sonnig und windigen Walvis Bay!

Eure Johanna

Nr. 3: Schulstart und Kapana essen

Hallo Ihr Lieben,

schon sind wieder zwei ganze Woche vergangen.

Von Montag bis Mittwoch vorletzter Woche habe ich nachmittags in der Soup Kitchen des Promiseland Kindergartens geholfen. Die Kinder dort waren teilweise sehr klein, aber es waren auch viele Schulkinder zu sehen, die dann für eine warme Mahlzeit mit Essen ausgeteilt und Geschirr abgewaschen haben. Viele dieser Kinder gehen auch auf die !Nara Primary School und manche werde ich sogar im Sportunterricht wieder sehen.

Zwischendurch waren wir immer wieder Mal einkaufen und oft am kochen. Man merkt erst einmal wie viel das doch ist, wenn man plötzlich alles selber machen muss. Hier muss man sich darum kümmern, dass man Essen im Haus hat, etwas gekocht wird und dass dann noch der Abwasch gemacht wird. Das nimmt so unglaublich viel Zeit in Anspruch. Trotzdem läuft es in unserer WG ziemlich gut.

Am Mittwoch hatte ich 7:15 Uhr das erste Leichtathletik Training. Das hieß für mich früh aufstehen und dann schöne Sprints machen. Dank dem Frühsport konnte ich sehr gut in den Tag starten.

Am Nachmittag bin ich dann mit dem Taxi nach Swakopmund zu den anderen Freiwilligen gefahren. Maria und Nick sind dann abends auf eine Hochzeit in den Norden los, deshalb habe ich Paula bei ihren Projekten mit ausgeholfen.

Dadurch konnte ich am nächsten Morgen mit Paula in den Dome und bei ihrem Fitness/Step Aerobic Kurs mitmachen. Dort habe ich auch Paulas richtig nette Arbeitskollegen kennengelernt und später haben wir dann das Leichtathletik Training gemeinsam gemacht. Am nächsten Tag war noch das Schwimmtraining, wo ich seit Jahren mal wieder eine Badekappe tragen musste. Am Nachmittag ist Daniel noch nach Swakopmund gekommen und wir haben später einen langen Filme Abend gemacht.

Samstag sind wir noch einmal an den Strand gefahren und Paula und ich sind ins 13 Grad kalte Wasser gerannt, untergetaucht und sofort wieder raus.

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Wieder Zuhause in Walvis wurde die Wohnung geputzt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war hier bei uns in Namibia die Zeitumstellung. Ab jetzt haben wir keine Stunde Unterschied mehr zu Deutschland und es wird abends nicht mehr schon um sechs dunkel.

Sonntag waren wir das erste Mal Kapana essen. Das Fleisch wird am Straßenrand gegrillt und sehr lecker gewürzt. Dazu gibt es noch einen Tomaten-Zwiebel-Salat und Fat Cakes, so eine Art Kuchen Bällchen, die unglaublich lecker sind.

 

Letzte Woche Montag waren Daniel, Mathilda und ich das erste Mal an der !Nara Primary School. Dort wurden wir allen Lehrern vorgestellt und am Abend waren wir mit Hanna und Merle lecker Pizza essen und danach noch im Cat’s zu den besten afrikanischen Liedern tanzen.

Dienstag hieß es dann 5:40 aufstehen und mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Wir sind echt total verschwitzt und fertig angekommen, aber trotzdem stolz auf uns gewesen, dass wir den Weg gefunden haben. Dann haben wir uns allen vierten bis siebten Klassen vorgestellt und wurden mit lauter Umarmungen begrüßt.

Nach der Schule haben wir uns verschiedene Fahrräder angeschaut und uns dann für ein gebrauchtes entschieden, welches wir dann am nächsten Tag gekauft haben. Nun haben wir drei Fahrräder und können überall hinfahren. Die letzten Nachmittage haben wir entweder mit Hanna beim Handball oder beim Fußball verbracht.

Mittwoch war dann offiziell unser erster Schultag. Wir haben am Anfang erst einmal Spiele mit den Kindern gespielt und in unseren Freistunden wurde immer versucht Afrikaans zu lernen. Hier in Walvis Bay wird fast nur Afrikaans gesprochen. Mittlerweile kann ich mich schon vorstellen und fragen wie es einem geht. Mal schauen wie das in ein paar Monaten aussieht. Vielleicht kann ich mich ja dann mit den Menschen hier auf Afrikaans unterhalten.

IMG_6223Eine unserer Klassen beim Warm Up

 

Die letzten Tage habe ich soooo viel Kapana gegessen. Man kann es aber auch immer essen, zum Frühstück oder als Mitternachtssnack und es ist echt nicht teuer.

Essen tun wir hier sowieso sehr viel, weil es so gut schmeckt. Wie zum Beispiel am Donnerstag, wo wir im „The Raft“ essen waren. Das Restaurant steht auf Stelzen in der Lagune. Dort haben wir beim Sonnenuntergang lecker gegessen.

Freitag hatte ich mein erstes Kricket Training. Es hat super viel Spaß gemacht und ich habe mich gar nicht mal so schlecht angestellt fürs erste Training. Trotzdem taten meine Hände nach dem Training so extrem weh. Der Ball ist sehr hart und man übt die meiste Zeit das Fangen. Es tut so viel mehr weh den Ball los zulassen, als ihn zu fangen. Leider hat man irgendwie trotzdem Angst den Ball zu fangen, aber es wurde von Catch zu Catch besser. Dann haben wir noch ein kleines Kricket Game gespielt und ich hab sogar ein paar Runs mit erzielt.

Hannas Farewell Party war im Anschluss und wurde am Strand in Kuiseb mit einem wunderschönen Sonnenuntergang begonnen. Weiter ging es mit Kapana essen und danach Billard spielen. Zu guter Letzt haben wir im Cat’s zu richtig guter namibianischen Musik getanzt. Wir sind so froh, dass wir Hanna die letzten Wochen noch hier hatten, durch sie haben wir noch so viel erlebt und konnten hier in Walvis einfach super gut ankommen.

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IMG_6265Ich, der Billardprofi 😀

 

Samstag war es so warm, dass wir unsere Wäsche im Vorhof in kurzer Hose und Top waschen konnten. Auch beim Joggen wurde dann die kurze Hose endlich ausgepackt. Man merkt wie es von Tag zu Tag wärmer wird und der Sommer kommt.

IMG_6359Joggen in den Dünen

 

Am Abend sind dann die Freiwilligen aus Swakop gekommen und wir sind mit Romario, einem Freiwilligem aus Namibia, der letztes Jahr in Deutschland war, feiern gegangen.

Wir haben heute alle schön lange ausgeschlafen und haben den Swakopmundern unsere wunderschöne Lagune gezeigt.

IMG_6347West Coast Crew

 

Es waren wieder super viele Flamingos zu sehen. Ach ich habe mich echt in Walvis Bay verliebt, mit der wunderschönen Lagune und den großen Straßen, den Menschen und dem täglichen Gegenwind beim Fahrradfahren. So nach den ersten Wochen kann ich sagen, dass ich mich hier sehr wohl fühle.

Ich bin gespannt auf alles Weitere was noch so kommen wird!

 

Liebe Grüße von eurer happy JohannaIMG_6325